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29.10.2009

Warum das CT ein Leitsystem braucht! - The Best of Young International Animation Scene


Freitag wird das DOK Leipzig nicht nur zum Nabel der Kinowelt, sondern auch für das hiesige Partyvolk, denn das DOK hat ein feines Film&Party-Paket geschnürt. PINK Elephants nennt sich die Nachfolgeveranstaltung der »Nacht des jungen Films«. Dabei darf das Volk - wohl eher Besucher und Filmfan - ganz basisdemokratisch den Gewinnerfilm wählen und danach die Revolution tanzen. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass nicht unbedingt der beste Film gewinnt, sondern der der die meisten oder - besser gesagt - die lautesten »Freunde« ins Kino lockt. Spass macht es trotzdem. Dabei gibt es einen feinen Rahmen - denn das noble Theater wird zum Kinotheater, insofern ein provisorisches Lichtspielhaus - aber umso Erhabeneres.

»DOK Leipzig lädt ein ins Centraltheater für eine ganz besondere Film- und Partynacht: PINK Elephants! Wir zeigen die besten Nachwuchswerke aus dem offiziellen Animationsprogramm des diesjährigen DOK-Festivals – gut verpackt in kurzweilige 90 Minuten.
Auf dem Programm stehen unkonventionelle, witzige Animations- sowie Animadokfilme junger Filmemacher und Debütanten. ... Und natürlich gibt es auch einen Preis: die PINK Peanut. Die wird urdemokratisch – direkt vom Volk – verliehen.«
http://www.dok-leipzig.de/v2/cms/de/dok-festival/programmueberblick/special-animationsfilm/page125.htm

Dazu gibt es ein besonderes Hi-Tec-Schmankerl um die Massen zu bändigen, eine Installation und Videoleitsystem.

"traffic control" ist eine Arbeit vom Neu-Berliner und Ex-Leipziger Marcel Weber und Yan Ziegner vom Bauhaus Weimar. Als MFO sorgen sie dafür, dass sich die Massen nicht in den CT-Hallen verlaufen, wie Weber selbst erzählt. »Ein Leitsystem musste her! Auf zwanzig Monitoren werden Videoskulpturen im Gebäude verteilt - anders gesagt - PINK Peanuts verstreut, um die neugierigen Besucher zum Nachtschmaus zu locken. Außerdem werden Infos über das weitere Programm auf den Monitoren gezeigt.«



Mehr zu MFO: www.mifop.de
Fakten: Pink Elephants ist eine öffentliche Veranstaltung des DOK Leipzig.
30.10., Centraltheater, 9 € inkl. Film / 5 € exkl. Film (ab 24 Uhr).
Einlass 21.30 Uhr / Filmstart 22 Uhr / Party ab 24 Uhr.

23.10.2009

Politischer Unwille in Sachsen. - Ein kleines persönliches Statement mit kleiner Presseschau!

Nachdem ich weitere zwei Beiträge zum Thema »Freie Radios in Sachsen« gelesen hab, muss ich hier mal persönlich Stellung beziehen.

Anstoß ist folgender, durchaus aufschlussreiche Text von Heiko Hilker, aktuell tätig am Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung, davor »Politiker aus Berufung und als Beruf«.
http://www.heiko-hilker.de/index.php?option=com_content&view=article&id=402:freie-radios-in-sachsen-vor-dem-ende&catid=5:blog&Itemid=4


Dieser bezieht sich nicht überraschend - auf das von der SLM u.a. dann in der L-IZ (http://www.l-iz.de/Bildung/Medien/2009/10/Martin-Deitenbeck-die-SLM-und-Radio-blau.html ) formulierte - »nicht fördern dürfen« mit Nachdruck. Die Zauberworte der nächsten Tage sind wohl »medienpolitische Relevanz« und »politischer Wille«. Oder anders formuliert: Warum ist die Relevanz von Radio Blau und Co., welche sich hoffentlich am Montag ganz deutlich zeigen wird, bislang weder bei den bisherigen Landesregierungen des Freistaates Sachsen sowie der SLM nicht angekommen? So könnte wohl eher von politischem Gegenwind gesprochen werden. Ob nun Zufall oder pure Absicht ist schwer zu sagen. Dazu hat sich Ralf Wendt von Radio Corax bereits schlüssig geäußert (zum Nachlesen und Nachhören). Sicher anders gelagert als bei der Landesregierung, hat auch der Medienrat - als entscheidendes SLM-Gremiun - ebenso eine politische Komponente, dessen sind sich die Mitglieder sicher ebenso mehr als bewusst. Ich sehe auch dort einen durchaus passablen Ermessenspielraum. Auch wenn ich kein ausgebildeter Jurist bin, sind »ermöglichen« und »fördern« nicht unbedingt Lichtjahre voneinander entfernt. Das insbesondere Prof. Dr. Christoph Degenhart ein brillianter Medienjurist (Medienratsmitglied) ist, steht außer Frage, aber wo ist bei der SLM das Herz für Freie Radios? Gerne wüsste ich, was man zum Beispiel intern in der Sachsen-Anhaltinischen Landesmedienanstalt in Halle über die Sächsischen Umstände und Argumente denkt. Auf deren Webseite (http://www.msa-online.de/) sind die Bürgermedien sofort auf der Startseite zu finden. In Sachsen muss man verdammt lange suchen. Liegt das etwa auch daran, dass die Mediengesetze in Sachsen andere sind? Man möge die Schärfe der Formulierung entschuldigen.

Nun aber zum L-IZ-Interview mit SLM-Pressesprecher und Geschäftsführer Martin Deitenbeck, welches im Kontext der schlüssigen Argumente des zuvor erwähnten Beitrages von Heiko Hilker durchaus eine neue Dimension erlangt. Wer glaubt denn wirklich, dass die Kooperation der Freien Radios mit Apollo-Gesellschaft ganz ohne Zutun der SLM entstand? Natürlich ist die SLM rein rechtlich betrachtet keiner der Vertragspartner, was aber eine bizarre und durchaus eigenwillige Perspektive auf die Verträge darstellt.

Radio Blau und natürlich auch die zwei anderen freien Radios sind doch sicher mehr, als dies diverse Radionerds in diversen Radioforen formulieren. (u.a. http://www.radioforen.de/showthread.php?p=488303 ) Der dortige Beitrag Nr. 38 drückt nun fast so etwas wie Respekt aus. Dort steht natürlich auch, dass L-IZ-Redakteur Bernd Reiher mal bei Radio Blau war. Dies dürfte allerdings aber kein Argument dafür sein, dass er nun »nicht« unabhängig berichtet. Diskussionen über journalistische Ethik und Unabhängigkeit sind ansonsten immer willkommen - aber gerade gibt es wichtigere Diskussionen zu führen.

Respekt für die ehrenamtliche Arbeit bei freien Radios - im Allgemeinen und bei Radio Blau im Speziellen - erreichte mich in den letzten Tage auch in diversen Statements von durchaus relevanten Journalisten, die unser Radioprojekt als »unverzichtbar« einschätzen. So formulierte der Geschäftsführer der De:Bug - Zeitschrift für elektronische Lebensaspkete Klaus Gropper, wie folgt.

»Kultur ist nicht Konsum, Kultur ist gemeinsames Denken, Handeln, Kommunizieren.
Wer öffentlichen Austausch und Engagement einschränkt, wer Medien beschneidet, isoliert sich von den wichtigsten Quellen der eigenen Existenz. De:Bug unterstützt mit Nachdruck Euer Anliegen.«

Oder Thomas Venker, Chefredakteur der Intro: »Natürlich unterstütze ich Freie Radiostrukturen mit ganzem Herzen. Habe dazu in der Testcard auch mal einen sehr langen Artikel verfasst, der all diese negativen Entwicklungen und medienpolitische Inkompetenz zusammenfasste. ... toi toi toi«

Ich bin also sehr sehr gespannt auf das Statement der SLM am Montag. Das Radio Blau einen Offenen Brief übergeben wird, ist an dieser Stelle mittlerweile nicht mehr ganz so geheim.

Soweit, ganz subjektiv.

Ich bitte zur zahlreichen Teilnahme am Montag ab 12 Uhr. Siehe auch: http://radio.fueralle.org/

PRESSESCHAU ZUM THEMA: http://radio.fueralle.org/2009/10/kleiner-pressespiegel.html

Danke für die Aufmerksamkeit.

24.01.2008

ZURÜCK: Interview zur Persona non Grata -74 - Unser Widerstand ist eine Blase

Am Wochenende feiert das Berliner Label Sinnbus mit dem Leipziger Musikmagazin Persona non Grata deren neue Ausgabe; natürlich inklusive Sinnbus-Labelspecial. Auf der Bühne des morbid-charmanten UT Connewitz werden dabei Bodi Bill, Seidenmatt (sdmnt) und Ampl:tude stehen. Hier kann ganz sicher gutem Gewissens auf ausführliche Lobeshymnen verzichtet werden. Diese Bands lohnen sich definitiv und das weiß nicht nur der Leipziger Süden.

Wie sieht es aber um die geliebte, wie zugleich gehasste und dafür auf jeden Fall stets respektierte Persona non Grata aus? Da ich zugeben muss, dass ich selber neugierig war, wie es tatsächlich um die Persona non Grata nach der Heftpause steht und mich nicht mit Halbwahrheiten am Kaffee-Satz-Lesen um die Situation bei der Persona non Grata beteiligen wollte, habe ich ein E-Mail-Interview mit Jörg Nicolaus (aka Nimrod) geführt, der nach einigen Jahren Pause wieder seine Denk-Muskeln am PNG-Ruder spielen lässt.



BLEEP-HOP: Vielfach wird über Qualitätskonflikte zwischen "alten"Redaktionsmitgliedern und den Neuen gemunkelt. Wie würdest Du die aktuelle Situation unter folgender Fragestellung beschreiben: Was macht die Persona non Grata und ihre Texte 2008 aus? Vielleicht kannst Du ja auch Bezug dazu nehmen, was aus Deiner Sicht der Unterschied zu 1998 ist?


PNG: Das Gute ist, dass der Unterschied zwischen den Texten 1998 und 2008 nicht länger so gravierend ist wie zuletzt zwischen 1998 und 2007. 1998 hat sich die Redaktion vor einem Heft gemeinsam Gedanken gemacht, in 2007 nach der Veröffentlichung, jeder für sich oder in kleinen Gruppen (nach der letzten Ausgabe 2007 war der nachträgliche Hader dann so groß und garstig, dass Aufhören besser klang als weiterzumachen, so wie bisher). Dann Tabula Rasa komplett mit Schuldeingeständnissen und wachsendem Willen auf einen Neuanfang.

Grundlage der Publikationen für 2008 ist eine neue Gemeinsamkeit, eine Gruppe, die auch an ihren Widersprüchen nicht zerbricht, und die sich erheblich weiter verzweigt als die alte Leipziger Redaktion, sich aber dennoch auf einen essenziellen Punkt verdichtet: die ehrliche, scheuklappenlose und stete Kommunikation aller an diesem Netzwerk Beteiligten. Es wird wieder über Themen und Texte gesprochen, bevor sie veröffentlicht werden, so wie 1998 ... hier wächst gerade etwas, das Persona non Grata in den letzten Ausgaben eklatant gefehlt hat,und das es in dieser Konsequenz tatsächlich noch nie gegeben hat: eine echte, überregional vernetzte Redaktion, in der jede und jeder die Möglichkeit der aktiven Teilnahme an der Gestaltung des Heftes hat,also weit über das Beibringen von Texten hinaus.


BLEEP-HOP: Die Digitalisierung brachte u.a. zwei wesentliche Aspekte mit sich. Auf der einen Seite klagen fast alle Labels über die Krise des physischen Tonträgermarktes, zugleich gibt es auf der anderen Seite immer mehr hochwertige Releases, seien es kleine Vinyllabels oder auch Online-Labels. Wie kann ein Fanzine oder Musikmagazin damit umgehen. Wo geht der Weg für die PNG hin: Online, Print oder eine geschickte Verbindung beider Medien?


PNG: Wir sind unverbesserlich oldskool, ein "Printmagazin für analoge Lebensaspekte" (P.M. Hoffmann), und dennoch, auch wir können es uns gar nicht leisten, der Verflüchtigung von Kunst und Kreativität ins Internet nur fassungslos zuzuschauen. Wir arbeiten daran, Persona non Grata - das ist überfällig - auch online zu einem unerlässlichen Portal (oder besser einer Schleuse) für all das zu machen, was uns interessiert und damit definitiv für andere entdeckungswürdig sein sollte - und das ist (wie auch im Heft) - viel mehr als nur die aktuelle CD des Künstlers whatshisname. Es wird also bald eine neue Homepage geben. Die soll Ästhetiken des Heftes und generell eines Printmagazins mit unleugbaren Vorteilen einer Internetpublikation(Aktualität, quasi ungehinderte Verfügbarkeit, Reichweite, Kommunikation) verbinden. Diese Homepage soll die Printpublikation auch erheblich in ihrem Servicecharakter entlasten: Bandfeatures,Rezensionen zu Film, Literatur und Musik, aktuelle Kolumnen und Präsentationen sollen an dieser Stelle stattfinden und Raum für noch mehr Beiträge in der Printausgabe schaffen, die ein solches Medium zur Wirkungsentfaltung benötigen: von längeren Wortbeiträgen, die sich ästhetisch und thematisch aus den Zwängen einer Darstellung/Präsentation aktueller Produkte des Kulturbetriebes lösen dürfen, bis hin zu noch mehr Platz für Illustrationen und Fotos. Es ist uns wichtig: alles was in diesem Heft zu sehen und zu lesen sein wird, ist exklusiv für diese Publikation geschaffen, aus dem Netzwerk um die persona non grata. Es soll weder Promofotos geben noch diese eklige, unverbindliche, leerformelhafte, lobbygedungene Werbersprache und -attitüde, die hierzulande, weithin akzeptiert, den Journalismus ersetzt hat.


BLEEP-HOP: An dieser Stelle, denke ich, ist der Status-Quo genug hinterfragt. Lass uns also zum Abschluss zur persona-non-grata-Release-Party im UT Connewitz kommen, die vor der Tür steht. Es werden drei Bands des Labels Sinnbus spielen. Warum passt Sinnbus zu Euch?

PNG: Intuition. Wissen was richtig ist und wie man etwas richtig machen kann, ein Wissen, das man nur schwer erklären, aber dennoch an Uneingeweihte vermitteln kann, mit Leidenschaft, durch ein Bluten für die Dinge, die man liebt, in Musik und Worten und Bildern.


BLEEP-HOP: Danke für Deine Zeit!



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Persona non Grata meets Sinnbus;
mit BODI BILL, SEIDENMATT & AMPL:TUDE
26. Januar, 21 Uhr UT Connewitz, Leipzig

Mehr Infos zur Persona non Grata -74 unter:
http://blog.png-online.de/2008/01/17/personanongrata-74-unser-widerstand-ist-eine-blase/

12.12.2007

Aufgeklärt: Zum Stand der Dinge im Superkronik, Leipzig! Zwangspause bis Silvester!

Was ist los im neuen Superkronik?

Nachdem jede Menge Gerüchte unterwegs sind, die zwischen für immer zu oder nächstes WE gehts vielleicht weiter pendeln, folgt hier ein Update zur tatsächlichen Lage des Plagwitzer-Clubs, der wegen Anwohnerbeschwerden derzeit geschlossen ist.

Fest steht: Andre Sieg will weiter machen. Allerdings steht ebenso fest, dass alle geplanten Dezember-Veranstaltungen nicht stattfinden. Ausgenommen davon ist die Neujahrsparty.

D.h. auch, dass die Bleep-Hop-Seite bereits heiss erwartete Show von HP.Stonji (Hans Platzgumer und E.Stonji) am 21.Dezember vorerst geplatzt ist. Vieles, u.a. auch H.P.Stonji,soll im kommenden Jahr nachgeholt werden. Anbei folgen Auszüge einer Mail vom Superkronik-Betreiber Andre Sieg, der Stellung bezieht .

"Wir sind momentan immer noch mit Vollgas an der Klärung, die Stadt und beteiligten Ämter unterstützen uns sehr, der Anwalt der Nachbarn nicht ....

Anyway, ich wäre dir sehr dankbar wenn du vielleicht auch nochmal über deine Sendung und Radio blau verkünden könntest das: (A) Alle Veranstaltungen bis auf die Neujahrsparty ausfallen, (B) die Neujahrsparty - kein Eintritt!!! jede Menge Überraschungen & Überraschungsgäste!!! 2Floors!!! (C) ab Januar geht es regulär weiter! wenn auch teilweise in etwas modifizierter Form, vorerst....! das heißt nur 2x größere Partys im Monat, (D) ab Feb: Start des Wochenprogramms mit KINO, HÖRSPIEL, DIVERSE WORKSHOPS, THEMENABENDE, LESUNG (E) und einer Klarstellung: Das wir dabei nix verpeilt haben oder an uns liegt, dass von einen auf den anderen Tag alles abgesagt werden musste, dieses aber auch weniger von der Stadt kommt, ganz im Gegenteil, verschiedene beteiligte Ämter wie z.Bsp. Amt für Denkmalpflege & Bauordnung, Sicherheitsbehörde und Stadtplanungsamt haben uns sehr unterstützt!"

Soweit aus dem Superkronik.
Ob die nicht seltenen Gerüchte, gerade in der Vergangenheit um die alte Location, nun verschuldet oder unverschuldet zu Stande kamen, kann von meiner Seite nicht beurteilt werden. Die Wahrheit liegt dabei sicher irgendwo in der Mitte. Im Moment steht allerdings fest, dass von Seiten des Superkroniks definitiv alles versucht wird, damit der Laden wieder öffnet. Ihr erfahrt mehr, sobald es weitere konkrete News oder spannende Konzerte/Shows. wie die Neuauflage von HP.Stonji, anzukündigen gilt.

Auch wenn also über das Superkronik mal wieder heiss diskutiert wird, so scheint aus meiner Einschätzung zumindestens Eins klar. Es wird weiter gehen. Wie das dann konkret ausschaut, kann auch ich als König-der-Kaffee-Satz-Leserei nicht konkret sagen.

(to be continued ... )

12.11.2007

AV3.0//AVIORAMA beim DOKFESTIVAL KASSEL (14.11.) und der AUDIOVISUALE in LEIPZIG (24.11.), UT

Bevor es in weniger als zwei Wochen nach so einigen Reisen die AVIORAMA(by mfo&repeatbeat) -LE-Premiere im schönen UT Connewitz gibt, freuen wir uns diese Woche auf das DOKFESTIVAL-KASSEL (14.11. dokfest lounge, gemeinsam mit tellinga&dextro.org /amsterdam, wien > www.filmladen.de/dokfest). Wir hoffen daher, die Bahn streikt am Mittwoch nicht!

An dieser Stelle: Danke an Jens Wollweber, dem Kreuzer-Clubbing-Redakteur, welcher der AUDIOVISUALE und uns einen feinen Artikel widmete. Wir werden daher ordentlich werkeln um die Vorschusslorbeeren zu erfüllen. Da es grade ums Danke sagen geht; Natürlich in erster Linie auch ein DICKES DAAAAAAANKE an alle VeranstalterInnen, die uns unterstützt haben; also aktuell an Inka und Zille (Audiovisuale) und Vera (Dokfest Kassel) und natürlich an alle Festivals, die uns dieses Jahr eingeladen haben. Prag, Den Haag, Utrecht, Madrid, Tallinn, Lillé und und und. Es war stets mehr als nur die Reise wert. Ich werde davon sicher mit leuchtenden Augen berichten, wenn ich mal richtig alt bin (:. Ein besonderer Dankeschön auch an die Goethe-Institute in Lillé, Nancy und Tallinn.

Jetzt heisst es aber erstmal zurück in den Alltag!

22.10.2007

EE-BH am Samstag den 27.10///10 YEARS SHITKATAPULT - Da dampft die Kacke!

Samstag dreht sich von 1600-1740 bei Electric-Eclectic auf Radio Blau alles um die Shitkatapult-Clique aus Berlin. Aus Heidelberg und Sachsen-Anhalt kommend trafen sich vor vielen Jahre drei nette Herren deren bürgerliche Vornamen Sascha, Carsten und Marco lauten. In einem günstigen dafür ordentlich abgefuckten Haus in Mitte (Berlin) werkelten Sascha und Carsten an Tracks um Marco aka T.Raumschmiere, der das SHITKATAPULT schon in Stellung gebracht hatte, ordentlich zu flashen, was später locker reichte um als APPARAT und PHON.O formidabel rauszukommen. Alles übrignes mehr als clever gelenkt aus dem SHIT-Headquarter, welches mittlerweile in einer ehemaligen Zoohandlung am Bersarinplatz beheimatet ist. Zu viele Geheimnisse will ich jetzt noch nicht veraten, denn es gibt diese und andere Anekdoten von 1600-1740 viel authentischer in Interviews mit T.RAUMSCHMIERE, APPARAT, PHON.O und DJ FLUSH aus allererster Hand. Dazu werden jede Menge coole SHITKATPULT-Klänge serviert. Im Anschluss an das Extralange EE-Special werde ich bei Bleep-Hop noch entspannt etwas Business as Usual mit Neuvorstellungen und handverlesenen Tanztipps darbieten. Davor wird das sowieso außeordentlich lohnenswerte SHITKATAPULT-SPECIAL-Zuhören durch diverse hochwertige Tonträger-Preise und Freikarten zu ChrisDeLuca vs. Phon.O über den sowieso schon überdimensionierten Content hinaus belohnt. Das Motto für Samstag ist also: Dabei sein oder für immer abkacken! Bei dem billigen Abschuss-Kalauer muss/wird die Sendung sowieso gewinnen!


AB cirka 17:40 BLEEP-HOP: "normal bizzZZness!" mit der PLANET-MU 200!!! EBENFALLS AUF DIE 1O MIT MONIKA ENTERPRISE! Pigon, Prefuse73 uvm .... TUNE IN (: .


LIVESTREAM VIA www.radioblau.de (; + UKW in LE!

12.09.2007

Moderne Naturschutzgebiete: PRO VINYL /// Nachspielzeit für das schwarze Gold?

Ein Klick: http://www.de-bug.de/news/4010.html

Oldskool RuleZ! Finde den Ansatz durchaus gut, obwohl das alles andere als zeitgemäß ist, aber was spielt das schon für eine Rolle. Zudem bleiben die üblichen Soulseek-Fragen offen, was bedeuten könnte, dass die legalen Download-Shops doppelt drunter leiden.

Mein Fazit: Ich bin gerne altmodisch und finde solche Markverzerrungen durchaus alles andere als unangebracht. Das alles erinnert zudem auch an die Diskussion um die Rundfunkgebühren im digitalen Zeitalter. Vinyl bleibt hoffentlich noch ne Weile dran am Zeitgeist. So spielte neulich Mala (dmz) tatsächlich Dubplates.

Auf zum Plektrum und TodaysArt!

Einen Grund für die verfrühte Playlist gibt es natürlich, denn für uns (damit ist auch der Visualist Herr MFO gemeint+meinereiner) heisst es dieses Wochenende wieder A V I O R A M A.

Den zeitgemäßen Selbstvermarktungswängen geschuldet, veröffentliche ich hier unsere offizielle Info! Die Zukunft war gestern und die werte Teilöffentlichkeit/WELT solls ja wissen.



Bio/Info zur A/V-Performance:
A V I O R A M A

Die Idee zu der audiovisuellen Performance AVIORAMA, die auf drei Screens gezeigt wird, kommt vom Leipziger Videokünstler Marcel Weber (MFO). Fasziniert von den vielschichtigen Abläufen, der technologischen Komplexität und der kühlen Ästhetik moderner Flughäfen, organisierte sich MFO eine offizielle Dreh-Erlaubnis für den Leipziger Airport um diese Bilder in eine VJ-Performance einfließen zu lassen. im Rahmen des Festivals zur Musikmesse PopUp 2006 gab es eine AVIORAMA-Vorpremiere, wobei das Material in einem Panorama-Format mit sechs Beamern gezeigt wurde. Die Clubs des Landes kennt MFO als VJ allerdings schon mehr als gut und so war klar, dass dieses Material, welches sich mit dem Fliegen auseinandersetzt, auch in einem anderen Kontext stattfinden kann, der dem Visualisten eine andere, aufmerksamere Rezeption ermöglicht. An dieser Stelle tritt nun auch der Multistyle-DJ und Musikjournalist Michael Wallies (REPEATBEAT) auf den Plan. Nach gemeinsamen Terminen in Leipzig im Rahmen des Visual Islands (Conne Island) und der Electric-Eclectic-Lounge, wobei beide jeweils unabhängig voneinander gebucht wurden, wanderten die Mixe hin und her und Stück für Stück entwickelte sie fortan gemeinsam das audio-visuelle Projekt AVIORAMA weiter, welches durch die konzeptionelle Verbindung von Ton und Bild an zusätzlicher Wirkung gewann. Bereits Anfang 2007 standen, kurz nachdem die ersten Demos verschickt waren, die ersten internationalen Bookings an. So stiegen die zwei Leipziger im Februar das erste Mal in AVIORAMA-Auftrag gemeinsam in den Flieger nach Spanien um ihren audiovisuellen Flug beim VJ-Festival REC Madrid neben renommierten A/V-Künstlern wie D-Fuse (UK) oder Hexstatic (UK) aufzuführen. Während viele Videoacts lediglich das 4:3-Format verwenden, liegt die technische Feinheit von AVIORAMA im Super-Widescreen-Format von 12:3. Werden die drei Video-Leinwände hierbei leicht angeschrägt zueinander arrangiert, taucht der Zuschauer sprichwörtlich in die Performance ein.

“Escalators pitch together, glass facades melt into geometric figures. People in a hurry. Running through technical spaces, through hallways and walkways. Perspectives changing to the music. Images get to forms – faster and faster reality raises to virtuality. Behind a gigantic glass front an airplane approaches. Majestically slow it decelerates the flood of images. People pause, get spectators. Oneself gets a spectator. Standing in a club, in a space full of projections, the pulse of music inside one’s head. Fascinated by the play of flickering lights, flight objects, control towers, complex plans which get more and more graphical elements … ” [by Plus.Eins]

Der Premiere in Madrid folgten weitere Auftritte beim Musik- und Kunstfestival SPERM in Prag sowie beim französischem Musikfestival Paysages Electronique, welches MFO und REPEATBEAT im ehrwürdigen Palais des Beaux Arts in Lille neben AKUFEN und GABRIEL COUTU-DUMONTS (CAN/Mutek) eröffneten. Nicht zu vergessen wäre hierbei, dass die zwei umtriebigen Protagonisten selbstverständlich auch weiterhin separate VJ-, Radio- und DJ-Termine absolvieren und an dabei stets an weiteren Projekten feilen.

>>> english bio available very soon.

Termine/Dates AVIORAMA:
Past:
17 Feb 2007, Rec Madrid (Festival), Madrid, Spain
24 Feb 2007, Sperm-Festival Prague, CZ
05 Apr 2007, Festival Paysages Electroniques Lille, FR
16 May 2007, Medien Kunst Raum Unna, DE
16 Jun 2007, Int. Videofestival, Bochum, DE
30 Jun 2007, Cinefleuve 2007, Autre Canal, Nancy, FR
09 Sep 2007, Cultural Season Event, Utrecht, NL



FUTURE:
14 Sep 2007, Plektrum Festival, Tallin, Estonia
21 Sep 2007, TodaysArt Festival, Den Haag,NL
15 Nov 2007, Número-Projecta Festival, São Jorge Cinema complex, Lissabon, Portugal(tbc)
more tba

05.09.2007

Konzerttipp! Weilheim: Acht Punkt Null/Tied&Tickled Trio & Saroos im Conne Island, LE

Schreibt man über die Acher-Brüder und Weilheim geht es zumeist um kosmopolitischen Indierock einer Band aus der bayrischen Provinz. Ausnahmsweise und aus gegebenem Anlass dreht sich dieser Text nicht um The Notwist. Trotzdem komm ich an dieser Referenz sowieso nicht vorbei, wenn es darum geht, den Konzert-Abend adäquat anzukündigen. Die übermächtige Referenz sei hiermit zugleich abgehakt. Wer die Platten der zwei Bands des Abends kennt, weiß, dass es total bescheuert wäre, diese auf reine Nebenprojekte im Notwist-Weilheim-Kosmos zu reduzieren, auch wenn gewisse personelle Überschneidungen zugleich nicht zu übersehen sind.

Eine Ankündigung soll ja griffig und tight sein, daher versuche ich mich kurz zu halten, denn der Text soll ja fälschlicherweise auch nicht so rüber kommen, als wäre das Konzert am 27. September nur etwas für quasi studierte Musikfreaks mit eigenem Schallplatten-Zimmer. Daher geht's auch kompromisslos voran mit einer Kurzvorstellung des Tied & Tickled Trio, dem frei operierenden Musikerkollektiv der Weilheimer Posse, welches sich kaum mit festen Mitgliedern benennen lässt. Zum Teil fanden sich übrigens in den letzten 13 Jahren bis zu zwölf Musiker zusammen, um als TTT einen eigenwilligen, jazz- sowie dub-infizierten Ansatz immer wieder neu zu erfinden, wobei sie die Möglichkeiten der personell überschaubaren Weilheimer Szene stets neu ausloteten. Die Summe der einzelnen Teile vermag dies auch hier kaum in Worte zu fassen. Einige personelle Fixsterne des Kollektivs sind bekannt und seien daher auch zu benennen: Zum einem wären da natürlich die Acher-Brüder, dazu gesellen sich Andreas Gerth und Casper Brandner, die den Zweien wohl musikalisch kaum nachstehen.

Einem improvisierten Auftritt beim Hausmusik-Festival Ende 2006 folgte kurz darauf das aktuelle, vermutlich zugänglichste TTT-Album »Aelita«, welches innerhalb weniger Tage eingespielt wurde. Vielleicht hatte sich da mal wieder soviel angestaunt, dass es unkontrolliert heraus musste, erst Live und dann im Studio. Diesmal geht es übrigens ganz entspannt einen Schritt weg vom Jazz, zugleich bleibt das Kollektiv dem Dub unverändert treu. Um es kurz und schmerzlos zu sagen: das ist auch diesmal verdammt gute Musik für Leute, die ein offenes Ohr für Ideen haben, die nicht marktkompatibel durchformatiert sind. Wenn also The Notwist vermeintlich die alles andere als angepasste Weilheimer Mitte markieren, ist es mit TTT an den Rändern durchaus einen Tick aufregender.

Die zweite Band des Abends sind Saroos, die Weilheimer Indiehop-Band. Weilheim ist hier eigentlich falsch, Berlin-München heißt die richtige Band-Achse. Dabei sind Flow Zimmer (Jersey, Iso 68), Christoph Brandner (Console, Lali Puna) und als drittes semioffizielles Bandmitglied Max Punktezahl (Contriva, Jersey, übrigens der fünfte Mann bei Notwist). Erschienen ist ihr selbstbetitelter Erstling vor knapp einem Jahr auf Alien Transistor, dem Notwist-Label, womit sich der Kreis mal wieder schliesst. Während dieser erste Weilheimsche HipHop-Versuch 13 & God (Notwist und Themselves) noch etwas daran krankte, das alle eine Best-of-Fusion der beiden Bands, also HipHop meets Indierock, erwarteten, haben Saroos eine wunderbar eigenständige Platte gemacht, die dabei am ehesten als HipHop zu beschreiben ist, obwohl die Schublade auch hier keine Rolle spielt. Ebenfalls eine grandiose Band, die aller Voraussicht mit neuen unveröffentlichten Stücken im Gepäck im Island einkehrt.

Weilheim macht weiter und das ist gut so!


TTT+Saroos >>> 27.09.2007 >>> Conne Island


Hier bleibt nur zu sagen; Ein tolles Booking, daher freue ich mich schon jetzt darauf an diesem Abend einige Platten zur Einstimmung und zum Ausklang aufzulegen.

01.09.2007

Researched in the Mag! Hype-Machine/Warum Nu Rave stinkt?!

Zur Zeit frag ich mich beim Ausgehen durchaus häufiger, was das eigentlich soll. Das Herz ist immer noch tief im Indieladen verwurzelt, aber richtig deep tanzen geht zumeist nur im Technoclub. In fast allen Indieläden läuft neuerdings NU RAVE. Dies bringt nicht nur wirklich schlecht gekleidete Leute zu Tage, dass mir die altbwährte Slacker-Jeans und Shirt fast stilvoll erscheint,sondern auch Mugge, die die Schlüsselreize in sekundenschnelle befriedigt. Danach bleibt nur ein dickes lila Loch. Die Ansage könnte nun heissen: Eins, zwei, drei Wodka und dazu ebenso viele Bier hinter die Binde kippen, Arme hoch und durch, denn der Hype geht schon noch vorbei. Mach ich mir den Spass halt vor, die heutige Welt ist eh durch Selbstbetrug und Blendertum gekennzeichnet. Dank Myspace haben wir uns ja eh alle LIEB. Ein Lichtblick bleibt: Einzig ein intelligentes Berliner Techno-Magazin, nicht nur für Literatur und Webkultur, traut dem Hype zumeist zu ignorieren und nebenbei auch noch scharfsinnig zu kritisieren. In diesem Sinne vielen Dank an Hendrik Lakeberg in der DE:BUG 115/Hype-Machine und der Untergang des Abendlandes. Dies ist natürlich ein Hinweis in eigener Sache: 16:00 DE-BUG-Special bei Electric-Eclectic. Danach Bleep-Hop im Contemporary-Classic-Sog! Die Zukunft ist übermorgen! und wir ja mindestens Web 3.7!

13.08.2007

Richtige DJs >> Ein guter Popstar-Blog!

Ich bin heute nicht gerade begnadet mit der werten Schreibfreude. Daher gilt es dem NETzWerken zu frönen. Der folgende Auszug über neueste Entwicklungen der Partyunkultur stammt vom COSMIC-DJ-BLOG!


"Die öffentliche Aftershow-Party ist also noch in vollem Gange. In brettharter Lautstärke läuft hier ein Mix aus Daft Punk, Justice, Prodigy und Musik, die mich an in England erlebtes Geballer-baller-ballere erinnert. Die Begriffe Dynamik oder gar Spannungsbogen existieren in diesem Raum einfach nicht. Brett. Alarm. Gib ihm! Nicht wirklich mein Sound, aber das myspace-Volk steht scheinbar drauf und jubelt bei manchen Übergängen sogar brav dem DJ zu.

So ein nonstop-Gebrettere ist eigentlich eher untypisch für Hamburg, ich schaue also kurz nach, wer da denn wohl hinter den Tellern steht. Daraufhin die für mich eigentliche Sensation des Abends: niemand! Kein Mensch an den Plattenspielern! Da läuft einfach eine Mix-CD. Und wie ich später bemerke, läuft diese CD auf »repeat«. Den Leuten isses egal. Ich bin beeindruckt. ... c*sm!c"


Ein Weiter-Klicken macht übrigens noch schlauer und dient der weiteren Zeitverschwendung in der kritisch verehrten NetzKultur! In diesem Sinne gehe ich erstma (viel zu kurz) OFFLINE!


http://blog.zeit.de/cosmic/2007/07/13/abwesenheit-rules_14

oder:
http://www.dschungelbummel.de

31.07.2007

Status Quo - Web 2.007 - Kritik und Lobhudelei

Ein erfolgreiches Leben und Überleben im sogenannten Web 2.0 beinhaltet ja auch die Aspekte einer theoretischen Auseinandersetzung um ein Fundament für gezielte Aktivitäten zu schaffen. Dies hatte ich im Rahmen meines Studiums zu Beginn 2007 sehr ausführlich betrieben und so ist jetzt eine kleine Seite entstanden, die meine Ausarbeitung online zeigt. Für ihre Programmierkünste möchte ich MAK hier ebenfalls ausdrücklich danken. Heute passt es besonders gut!

Da ein gewisser Schutz der Privatsphäre ein Ausdruck von Online-Kompetenz ist, beende ich diese Ausführungen just in diesem Moment. Wenn ihr die Seite besucht und etwas kritisches dazu los werden wollt, bin ich sehr erfreut.

http://electric-eclectic.de/web2007/

13.05.2007

BATTLES -kommen ins Leipziger Conne Island! >> Di 05.06.2007

BATTLES -beep, boop, boop, crash, beep, loop, fwount, bang, beep, boop, loop, sing ... (Text fürs CEE IEH)

Den Stil von BATTLES kurz und knapp zu schreiben stellt sich als eine ziemliche Unmöglichkeit heraus. An erster Stelle kommt man an den Superlativen die um das Quartett aus New York nur so ranken kaum vorbei. Auch wenn Supergroup eine der ausgelatschtesten Bezeichnungen für BATTLES ist, wäre es genauso utopisch eine bessere Bezeichnung für die Band um John Stanier (Ex-HELMET, TOMAHAWK, THE MARK OF CAIN), Ian Williams (Ex-Don Caballero), Dave Konopka (Lynx) und Tyondai Braxton (Solo-Artist, Kollaborations mit Prefuse73) zu finden. Der Vierer aus New York ist keine durchschnittliche Band, sondern ein Konglomerat von vier starken Individuen. Daher ist eigentlich nur logisch, dass der kreative Output beispiellos ist. Ohne zu übertreiben, lässt sich konstatieren, dass BATTLES neue Wege gehen, die sich mit dem mittlerweile schon ziemlich ausgelutschten Genre Post-Rock kaum fassen lassen. Schon bei den Minialben EP C und B EP, die seit knapp einem Jahr via WARP endlich auch in Europa offiziell erhältlich sind, wurde allzu deutlich, dass sich BATTLES einen Dreck um Konventionen scheren. Nun steht das erste Album in den Regalen des Tonträger-Fachhandels, welches noch einige Schritte weitergeht. Die Begeisterung der internationalen Auskenner-Medien, die zugleich mit einer gewissen Sprachlosigkeit einhergeht, lässt dabei ganz zu Recht kaum mehr steigern. So passen die Beschreibungen: Post-Everything Instrumentalist (xlr8r) oder The Art Rock Supergroup! (pitchforkmedia) schon ganz gut, ohne es tatsächlich auf den Punkt zu bringen was die New Yorker aus ihren Instrumenten quetschen.

Selbst bezeichnen sich BATTLES gern als: A Modern Band (Tyondai Braxton/BATTLES). Wie sich im Interview herausstellte passt zugleich auch der MINUS-Richie-Hawtin-Slogan MINIMIZE TO MAXIMIZE. Für die New Yorker gilt es nun, nachdem sich die einzelnen Mitglieder ihre Zeit zuvor in stets zu Recht als innovativ geltenden Bands alles andere als verschwendet haben, ihr eigenes Ding konsequent durchzuziehen. So sind HELMET, DON CABALLERO, TOMAHAWK oder PREFUSE 73 im Sommer 2007 nur noch mächtige Randnotizen, die den Weg zu BATTLES ebneten. Stanier, Braxton, Williams und Konopka kitzeln eine gänzlich neue Essenz aus Schlagzeug, drei Keyboards, drei Gitarren und unzähligen Effektgeräten heraus. So sieht Ian Williams, der zuvor bei DON CABALLERO mit seiner eigenwilligen Art Gitarre zu spielen für Furore sorgte, im Vergleich zu den vorangegangen Projekten sprichwörtlich eher einen MINIMAL- als einen MAXIMUM-Ansatz. Dies macht auch Sinn, denn die Zeiten scheinen auch definitiv vorbei, dass man mit einer Schippe mehr Komplexität ernsthaft progressiv gelten durfte. Was BATTLES einzigartig macht, sind die vermeintlich simplen und zugleich oft gegensätzlichen Ideen, welche die Vier furchterregend tight kombinieren. Hier regiert der Overkill des rockenden Minimalismus. BATTLES sind minimaler als RICHIE HAWTIN und trotzdem spielen in Sachen Vielschichtigkeit selbst SQUAREPUSHER und VENETIAN SNARES an die Wand. Abschließend wäre nebenbei zu erwähnen: Der BATTLES-Irrsinn wird komplett LIVE präsentiert!


Micha


HÖREN: BLEEP-HOP-BATTLES-Interview im Radio BLAU PODCAST: http://radioblau.podspot.de/



PIC: http://www.pitchforkmedia.com/

More Battlegrounds! >> Tourdates >> 05/06/07


05-14 Amsterdam, Netherlands - Paradiso (Room 2)
05-15 Brussels, Belgium - Ancienne Belgique
05-16 London, England - Scala ^
05-17 Sheffield, England - The Corporation ^
05-18 Bristol, England - The Cooler
05-19 Somerset, England - Butlins Minehead (All Tomorrow's Parties)
05-20 Leeds, England - Stylus Uni ^@
05-22 Manchester, England - Academy 2
05-23 Glasgow, Scotland - ABC2
05-24 Birmingham, England - The Barfly
05-25 Dublin, Ireland - Temple Bar Music Centre
05-26 Paris, France - Maroquinerie
05-27 Lille, France - Le Grand Mix
05-30 Oullins, France - MJC Oullins
06-01 Rome, Italy - Dissonanze Festival
06-02 Barcelona, Spain - Primavera Sound Festival
06-04 Dortmund, Germany - FZW
06-05 Leipzig, Germany - Conne Island
06-13 Charlottesville, VA - Satellite Ballroom
06-14 Charlotte, NC - The Milestone
06-15 Atlanta, GA - Drunken Unicorn
06-16 Gainesville, FL - Common Grounds
06-17 Orlando, FL - The Social
06-18 Miami, FL - Studio A
06-19 Tampa, FL - Crowbar
06-20 Tallahassee, FL - The Beta Bar
06-22 Baton Rouge, LA - Spanish Moon
06-23 Houston, TX - Numbers *
06-24 Austin, TX - Emo's Jr.
06-25 Denton, TX - Hailey's
06-27 Albuquerque, NM - Launchpad #
06-28 Phoenix, AX - Rhythm Room
06-29 San Diego, CA - Beauty Bar
06-30 Los Angeles, CA - Troubador
07-02 San Francisco, CA - Slims
07-03 Portland, OR - Doug Fir Lounge
07-04 Vancouver, British Columbia - Richard's on Richards
07-05 Seattle, WA - Crocodile Café
07-06 Boise, ID - Neurolux
07-07 Salt Lake City, UT - Urban Lounge
07-08 Denver, CO - AEG Rocky Mountain
07-10 Kansas City, MO - The Record Bar
07-11 Minneapolis - Triple Rock Social Club
07-12 Iowa City, IA - The Picador
07-13 Milwaukee, WI - Stonefly Brewery
07-14 Chicago, IL - Union Park (Pitchfork Music Festival) %
07-16 Toronto, Ontario - Lee's Palace
07-17 Montreal, Quebec - La Sala Rossa
07-18 Boston, MA - Paradise
08-31 New York, NY - Seaport Music Festival

^ with Clark
@ with Beans
* with Sharks and Sailors
# with Marnie Stern
% with Yoko Ono, Cat Power, Clipse, Iron and Wine, Girl Talk, Grizzly Bear, Califone, the Twilight Sad, Fujiya & Miyagi, Oxford Collapse, Dan Deacon, Beach House, Professor Murder, Ken Vandermark's Powerhouse Sound

ON AIR mit E.Stonji

Michael Fakesch (Funkstörung r.i.p. ///LIVE@Bleep-Hop)